1000 Fragen an Dich
selbst
721. Was bedeutet
für Dich Geselligkeit?
Echt
jetzt? Ich sehe mich als eine Art Eremitin an,.....und möchte es auch nicht mehr anders!
War
ich überhaupt jemals gesellig? Ja, irgendwie schon, und vielleicht auch ein wenig „gespielt“,
übergestülpt, in der Zeit, als ich mit der Band unterwegs gewesen war.
Es
ist DAS, was mir im Nachhinein aufgegangen ist. Ich war die ewige Rebellin, vom
Teenie-Alter an und habe es dann einfach weitergeführt. Es war ein Leben auf
der Überhohlspur. Es war „cool“, es war toll. Man hat was erlebt! Es war irgendwie auch DAS, was
für Menschen wie mich vorgesehen war,….vom System. Ablenkung,…….vom
Wesentlichen.
Ich hatte mich verführen lassen, dachte, mit mir sei etwas falsch, weil ich noch Jahre zuvor, durch meinen ersten festen Freund, eher gezwungen war in Kneipen zu gehen, was mir allerdings nie etwas bedeutet hat und ich mich jeweils fragte: was soll ich hier?
Alles Außergewöhnliche hat mich schon immer interessiert. Mein
Geist war offen für alles. Ich hätte besser dort weiter machen sollen, mehr lesen und lernen. Es
waren ZU viele Jahre mit der Band, die nicht unbedingt nötig waren. Ein paar
weniger hätten ebenso genügt. Und stattdessen „hätte“ ich lieber von dem Geld
verreisen sollen,….in alle Welt.
Heute
denke ich, daß ich niemals wirklich gesellig war und es auch nicht sein möchte.
Geselligkeit steht einer gewissen Erwartungshaltung nahe, die ich sicher nicht
bereit war und bin zu erfüllen. Weder früher noch heute.
Also,
unter dem Strich: „Geselligkeit“ bedeutet mir NICHTS!
722. In welchem Beruf wärst du wahrscheinlich
ebenfalls gut?
Lach,….schon wieder ein Fehler für mich,…in
der Fragestellung selbst.
Ich möchte in „keinem“ Beruf gut sein. Ich
möchte DAS tun, was mir gefällt, was wirklich meine „Berufung“ wäre!
Was meine Berufung allerdings ist,…..weiß ich
bis heute nicht.
Vom Schreiben wird man nicht satt.
Vom Malen ebenso wenig.
Als Künstlerin mußt du wirklich gut sein, um
davon leben zu können, egal, was du in dieser Hinsicht tust.
Aber ist es nicht so, daß am liebsten jeder ein Künstler sein wil??? Wer möchte schon arbeiten? Also WER baut das Getreide
an? Wer bäckt das Brot? Wer baut Häuser und Straßen? Wer näht Kleider? Wer
möchte heutzutage noch Lehrer sein? (Ein sehr gefährlicher Beruf,…und ebenso
der Busfahrer, sowie der Zugbegleiter.) Wer Polizist, der sich auf Befehl gegen
seine Brüder richten muß???
Die meisten Menschen haben einen „Job“, der
sie nicht erfüllt,….mehr nicht.
Ich weiß nicht, worin ich wirklich gut wäre.
Tut mir leid.
723. Was waren die liebsten Worte, die Du
jemals zu einer Person gesagt hast?
Ein erst gemeintes „Ich liebe Dich!“
Ja, es gab auch Zeiten, da hat man das so dahingesagt, obgleich,......ich immer der Meinung war, daß es (von mir) DOCH "ernst!" gemeint war. Nur damals, "zu Beginn", wußte ich noch nicht, was Liebe ist. Es war nur eine vage Ahnung.
Und mal nebenbei gesagt, die Liebe ist auch nicht immer DAS, was Menschen zusammen hält. Als Frau jedoch, ist man gut beraten, sich einen Mann zu suchen, der eine aufrichtig liebt. DAS ist für mich "das Rezept" für ein einigermaßen glückliches Leben. Allerdings auch nicht unbedingt garantiert. Dazwischenkommen kann immer "etwas", das die "Gewichtung" in der Beziehung verschiebt, was "Folgen" haben kann.
724. Was von der Einrichtung Deiner
Wohnung hast Du selbst gemacht
Heute nichts…..mehr. Früher war das fast Standard.
725. Wie würdest Du Dich Leuten beschreiben,
die Dich zum ersten Mal sehen?
Gar nicht. Ich muß mich nicht „beschreiben“, nicht erklären. Das überlasse ich jedem selbst.
Ehrlichkeit hat bei mir einen großen
Stellenwert. Ein offener, kluger Geist, mit dem ich auch was anfangen kann.
Im Grunde ist mir gleich, wie mich andere
sehen,…oder nicht.
726. Was würdest Du mit einer zusätzlichen
Stunde pro Tag anfangen?
Lesen, lernen, ausruhen, schlafen………
Irgendetwas Schönes tun.
727. Welchen Film würdest Du für einen
Filmabend mit Freundinnen aussuchen?
Ich habe keine „Freundinnen“. Das mal voraus
(und es ist (jetzt) vielleicht auch gut so, denn ich möchte das nicht mehr. Ich
möchte nicht mehr „abgelenkt“ werden,....vom "Wesentlichen", mit Belanglosigkeiten. Aber trotz alledem hier: (Link!!!) – „Zauberhafte
Schwestern“. Ab und an müssen auch Filme und Serien sein.
728. Fühlst Du Dich anderes, wenn Du ein
Kleid trägst?
Ja, und es hat mir nie gefallen, auch früher
nicht, als ich noch die Figur dazu hatte.
729. Welcher Geruch erinnert Dich sofort
an früher?
Tja, Cremes aus der Tschechoslowakei. Gurken-und-
Orangenblüten-Reinigungsmilch aus der DDR. Florena Beincreme. Florena Lindenblütencreme.
Lippenstifte. Der Geruch, oder besser der Duft, wenn man den „Intershop“
betrat.
Früher noch: Der Geruch von frischem Brot aus
unserer Backstube. Oder Weihnachten die frisch gebackenen Stollen.
Der Geruch vom Schweinestall.
730. Was würdest Du anders machen, wenn
Du auf niemand Rücksicht nehmen müßtest?
Wieder so eine komische Frage.
Ich habe immer versucht DAS zu tun, was ICH will. Natürlich mußte ich mich auch "nach der Decke strecken". Es gab trotz alledem sehr viel "muss" in meinem Leben, Dinge, die ich nicht tun wollte. (Schule, Lehre, Arbeit - alles Dinge, vom System aufgedrückt, um Menschen zu beschäftigen, dumm und unter Kontrolle zu halten. Deshalb war mir das wohl auch immer zuwider. Ich habe schon früh gespürt, das da was nicht stimmt. Konnte es damals allerdings noch nicht benennen, weil ich dafür noch nicht genug Wissen erworben hatte.)
Später habe ich mir einfach jemand gesucht, der „mit
MIR“ zieht.
Und „jetzt“,.....nichts mehr. Es ist jetzt, wie es
ist. Mein jetziges Leben ist eingerichtet nach dem, was mir noch möglich ist. Finanziell und gesundheitlich. So ist das eben. Was nicht bedeutet, daß ich nicht zufrieden bin. Allerdings habe ich einen wirklich hohen Preis bezahlt, um zu Hause sein zu können. Ich würde es kaum jemand anderen schenken wollen. (Krankheiten.....zur Genüge eben, Schmerzen....... und gesundheitliche Einschränkungen.)
Was den Sohn betrifft, na ja, er war halt damals bei
den Großeltern. Natürlich habe ich hier Fehler gemacht, um………."freier" sein zu können, WAS allerdings seine Ursache bei der Gängelei und den Psycho-Spielen meiner Mutter hatte. Da ist insgesamt viel falsch gelaufen, wo ich der Meinung bin, daß ich nichts dafür konnte. (Nein, den "Schuld-Schuh" ziehe ich mir nicht an!)
Quelle: https://www.severint.net/2018/10/01/1000-fragen-an-dich-selbst-die-liste/