Mond-Tag,
17. Januar 2022
Tagebuch – Gedanken
So
gut ich am Samstag ausgeruht hatte, so viel war am Sonntag zu tun.
Mein
Programm am Morgen, nachdem ich aufgestanden bin, erstreckt sich meist über
zwei Stunden. Insbesondere im Winter. Dann noch ein paar Kleinigkeiten, um
den Jörg zu unterstützen, damit er sich vor der Arbeit noch ein wenig ausruhen
kann. – Das Vor- und Nachbereiten eben. – Als der Jörg weggefahren war, begann
ich mit den Reinigungsarbeiten. Dann, kurz ausruhen, etwas essen, obwohl ich
keinen Hunger oder Appetit hatte. Das ist immer so, wenn ich mich zu arg anstrengen
muss, dass ich keinerlei Appetite oder Hunger verspür‘ (und eher die Krämpfe).
Ich
hatte mir schon lange das Abtauen des Gefrierschrankes vorgenommen und heute
sollte es nun (unbedingt) sein, weil es mehr als nötig war. Daher dachte ich
der Jörg nimmt die Taschen mit und bringt sie, bevor er zur Arbeit fährt, rüber
zu den Eltern. Aber nein….
Infolgedessen
meinte ich,…….es allein tun zu müssen. Ich schaff‘ das schon, sagte ich mir…….und
vorher…….zerre ich noch den Müllkübel vor auf den dafür vorgesehenen Platz und
stelle die gelben Säcke raus. Nur gut, dass ich (sicherheitshalber!!!) noch
einmal im Abfall-Kalender nachsehen habe, BEVOR ich losging. Denn,…….es war DER
von 2021. Restmüll und gelbe Säcke……erst wieder am…..achtundzwanzigsten.
So,
dann also,….runter in den Keller, den Stecker vom Gefrierschrank raus und alles
in drei Taschen gepackt – ich hätte nicht gedacht, dass das so viel ist!!! –
Die Taschen verfrachtete ich in den Rolli. Allerding war die dritte Tasche
irgendwie zu viel. Ich packte sie so la, la obenauf und los ging‘s.
Der
Rolli rollte. Alles gut,….dachte ich. Allerding bemerkte ich sogleich, dass ich
das Gewicht des ganzen unterschätze hatte. Das war in der Tat nicht gut für die
Lymphödeme. Einfach zu schwer. Nur, was sollte ich jetzt tun? Das ganze zurück in den Gefrierschrank
packen und…..aufgeben? Neee!! Niemals! Ich zog – im wahrsten Sinne des Wortes! –
„das Ding“ durch. Musste allerdings einginge Male pausieren bis ich (völlig
fertig) am Haus meiner Eltern angekommen war. Und da war ich echt froh, dass
der Sohn schon munter war und mir die Tür geöffnet hat. Ich keuchte nur noch: „Hilf
mir mal! Trag‘ die Taschen nach oben und tue sie in die Gefriertruhe rein.“
Na
ja, in jedem Fall hatte ich es irgendwie doch geschafft. Irgendwie…….
Ich
war kurz noch mal bei den Eltern. Ging aber dann gleich wieder fort. Der Sohn
hatte ohnehin Besuch, wo ich gedacht nicht zu stören.
Also
wieder rüber in die Wohnung. Dort hatte ich bis in den Abend hinein mit den
Handtüchern zu tun, welche ich heute noch am Trocknen bin (was die
Luftfeuchtigkeit im Wohnzimmer erhöht). Allerdings war da immer noch…….Jörg’s Abendessen
zu kochen. Sauerkraut und Kartoffeln und….das Bratwurstbraten, dass……….ich so
hasse,….des spritzenden Fettes wegen. Aber gut, ich machte einen Deckel drauf
und es ging.

Der
Tag war so anstrengend, sodass ich heute am Ausruhen bin. D.h…….ich saß, -
eigentlich wollte ich lesen! - respektive sitze am Computer. Lud ein paar
Videos runter, hörte mir eines an, welches nicht runterzuladen ging. Schaute
aufs Konto und befand, dass ich die Bestellung bei „Sankt Bernhard“ doch noch diesen Monat in Auftrag geben kann. Und ich
hoffe, ich habe mich nicht verrechnet!!! Denn es gehen noch die Kosten für die
Kompressionsstrümpfe ab (50 Euronen) und heute Morgen bestellte ich (endlich!)
mein Essen-Paket beim „Lebe Gesund Versand“ (137 Euronen), dass Morgen kommt. –
Wird ja auch Zeit. Gestern aß ich mein letztes Brot. Allerdings befürchte ich,
der nun doch zunehmenden Kälte wegen, Probleme mit der Frischware. Meine
Orangen, verdammt noch mal,…dürfen bitte nicht gefrieren! Kartoffeln, Zwiebel,
Äpfel und Fenchel halten das vielleicht aus. Nur der Paprika…..wer weiß…….Und
ich freue mich auf mein Leckerli. Ein
Päckchen Lebkuchenherzen.
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Die
neue Rubrik:
Täglich
grüßt die (kleine)Panne
„Die
verschwundene Wurstscheibe“
Ihr
wisst, dass ich kaum Fleisch und nur ab und an vielleicht ein Scheibchen Wurst
zum Abendbrot esse, obwohl ich es besser sein lassen sollte und wollte. Jetzt
ist der Jörg jedoch ein ausgesprochener Fleischesser und bringt dementsprechend
genügend von eben diesen mit. Infolgedessen hatte ich seit langer Zeit ein
Stück Pastete gegessen mit Champignons und ja, zugeben, es schmeckt, gleichwohl
es Schwein sein mag, was ich nun in der Tat eben in keinster Weise mehr zu mir
nehmen wolltte. Aber,….es verführt, wenn es im Kühlschrank liegt.
So
hatte ich mir ein Scheibchen von dieser Pastete reserviert und in mein Fach im
Kühlschrank gelegt. Und ja, ich hatte mich sogar darauf gefreut, es am
kommenden Tag zu essen.
Als
es dann Abend wurde und ich mein Brot bestreichen/belegen wollte, nahm ich das
Päckchen heraus und sah,……..es war leer. Herje, dachte ich, der Jörg hat die
Wurst gegessen und das leere Päckchen wieder zurück in den
Kühlschrank gelegt. Nun, anstatt das Scheibchen Wurst hatte ich dann Käse
genommen.
Als
der Jörg von der Spätschicht kam, saß ich im Wohnzimmer in meinem Sessel und
hatte gerade mein Brot vertilgt.
„Tut
das Not, dass da die Wurst am Küchenboden liegt?“, fragte er.
Ich
wusste erst gar nicht was er meint. Als ich dann in die Küche kam, sah ich……das
Scheibchen Pastete neben dem Kühlschrank auf dem Boden liegen. Beim Rausnehmen
der offenen Packung ist es mir wohl rausgerutscht und auf den Boden gefallen, OHNE
dass ich es bemerkte.
Was habe ich
mich geärgert deshalb. Denn ich musste das Scheibchen letztendlich noch in den
Mülleimer werfen, weil bereits eine Fliege dran saß und die Wurst so wie schon
eine Weile lag.
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Ach,
beinahe hätte ich’s vergessen.
Gestern
Nacht, so gegen halb eins, kam mein Sohn noch mal zu Besuch. Er war draußen
spazieren gegangen und hatte noch Licht gesehen.
Seine
Karten
Mal
grob und rasch eingeschätzt: Er fühlt sich allein. Beherrscht jedoch schon einiges
Magische. Allerdings hält ihn etwa(?) – im Grunde er selbst - in „seiner Blase“
fest/gefangen.
Und
draußen,…….. ist es immer noch grau in grau........
(Die Karten stammen aus dem "Aleister Crowley Thoth Tarot".)